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Geschichte Orangerie

Hieronymus Löschenkohl, Frühlingsfest an einem Wintertage am 6. Februar 1785, Kupferstich © SKB

Geschichte der Orangerie in Schönbrunn


Schon die Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie ließ spätestens ab den 1640er Jahren in Schönbrunn einen Orangeriegarten anlegen.

189 Metern Länge und 10 Metern Breite - Die Orangerie in Schönbrunn © SKB, Grundschober

Das größte barocke Orangeriegebäude nach Versailles

Schon die Kaiserinwitwe Wilhelmine Amalie ließ spätestens ab den1640er Jahren in Schönbrunn einen Orangeriegarten anlegen und für die Überwinterung der Pomeranzenpflanzen ein Gewächshaus errichten; beide befanden sich vermutlich im östlichen Bereich der Gartenanlage.

Auf Betreiben des Kaisers Franz I. Stephan wurde um 1754 das Orangeriegebäude, vermutlich nach Plänen seines Hofarchitekten Nicolas Jadots, jedoch unter der Leitung des ihm nachfolgenden Hofarchitekten Pacassis errichtet. Mit diesem Bau stand die gleichzeitige Errichtung eines Cedrathauses in Verbindung; um 1760 wurde auch der Orangeriegarten angelegt.

Nach Versailles zählt die Schönbrunner Orangerie mit ihren 189 Metern Länge und 10 Metern Breite zum größten barocken Orangeriegebäude; noch heute wird es zum Teil in seiner ursprünglichen Funktion genutzt.



Schönbrunn Orangerie und Treibobstgarten, Kupferstich 1826 © SKB

Kultivierung tropischer Pflanzen, Zier- und Nutzgarten

An den Saalbau der Orangerie schließt im Osten das halbkreisförmige und in der Mitte vorschwingende Cedrathausan, das gleichzeitig auch die östliche Schmalseite des Orangengartens umschließt. Die Fassade ist mit großen Rundbogenöffnungen und Blendarkaden gegliedert. Das Cedrathaus wurde wahrscheinlich zur Kultivierung von tropischen Pflanzen genutzt, für die der lange Orangeriesaal klimatisch weniger geeignet war.

Der Orangeriegarten stand seit seiner Entstehung als Zier- und Nutzgarten in Verwendung. Sein Parterre, das bereits im Jahr 1778 als „Orangerie und Treibobstfläche“ bezeichnet wurde, ist in acht geometrische Felder geteilt, wobei die Kreuzungen der Achsen durch Brunnen betont sind. Vor dem Cedrathaus befinden sich zwei weitere viertelkreisförmige Felder, die wie die übrigen Parterrefelder mit Kübelpflanzen besetzt waren. Diese Kübelpflanzen wurden in der Regel zur Überwinterung im Orangeriegebäude untergebracht, wo eine Fußbodenheizung– eine Hypokaustenheizung – für ein angenehmes Pflanzenklima sorgte. Eigene Glashäuser vor dem Gebäude dienten zur Kultivierung der empfindlichen Obstsorten.



Orangeriegarten mit Brunnenanlage © SKB, Alexander Eugen Koller

Brunnen im Orangeriegarten

In den 1770er Jahren wurden im Garten drei Brunnen aufgestellt, die vermutlich alle aus dem Schloss Neugebäude stammten. Der bedeutendste und um 1575/80 vom niederländischen Bildhauer Alexander Colin geschaffene Brunnen erhielt seinen Platz im Zentrum des Orangeriegartens. Der Brunnen wurde aufgrund seines schlechten Zustandes – verursacht durch Witterungsbedingungen und mangelnder Pflege - in den 1950er Jahren abgetragen und im Jahr 2000 nach einer umfangreichen Restaurierung wieder aufgestellt. Bereits 1990 wurde im Zuge der Wiederherstellung des Orangeriegartens das westliche Bassin durch eine Rekonstruktion ersetzt und das östliche Rundbassin saniert.

 


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